Aktuell

Baby gucken tut gut

Unsere Kita hat im März 2018 gemeinsam mit dem direkt nebenan liegenden Alten- und Pflegeheim Haus Gloria eine Initiative ins Leben gerufen. Nun war das Fernsehen bei uns und berichtete:

http://www.rtl-west.de/beitrag/artikel/baby-gucken-tut-gut/

(Quellenangabe: „RTL WEST, 18 Uhr bei RTL")


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Lesen Sie hierzu auch einen Beitrag aus der WAZ:
Bildungsforschung: Wie Bochumer Babys Demenzkranken das Leben versüßen

https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/das-baby-im-altenheim-id214422849.html

(Quellenangabe WAZ, Hubert Wolf - 29.05.2018 - 15:00 Uhr)


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Konzept „Ein Baby im Altersheim“

Ein Kleinkind im Krabbelalter öffnet Herz und Seele bei Menschen mit Demenz.

Der Besuch soll nicht nur die Empathiefähigkeit der Teilnehmer/ innen fördern, sondern auch beim Erinnern helfen.


Im Vorfeld fand vor ca. einem Jahr ein Besuch der Kita Lütjeland im Haus Gloria mit den Kleinkindern statt. Noch Monate später erzählten die Senioren/ innen von den kleinen Kindern, wie gut es ihnen gefallen hat. Daraus entstand der Gedanke ein regelmäßiges Projekt ins Leben zu rufen. Bereits viele Bundesländer arbeiten an diesen tollen Projekten, wo Kinder ein wichtiger Bestandteil von älteren, Demenzerkrankten Menschen sein dürfen. Die offizielle Kooperation begann am 01.03.2018


Wie         „Menschen mit Demenz und Kinder sich begegnen“

Inhaltliche Umsetzung

Dauer: 30 Minuten


In regelmäßigen zwei wöchigen Besuchen begleitet durch eine Erzieherin sieht der Ablauf wie folgt aus:

  • Die Senioren/ innen sitzen in einem Stuhlkreis um die Decke, auf dem das Kleinkind sitzt, spielt und lacht.

  • Da für Menschen mit Demenz immer wieder kehrende Rituale sehr wichtig sind, beginnt die Aktion mit dem Begrüßungslied „Guten Morgen liebe Sonne“

  • Während das Kleinkind spielt, lacht, weint und krabbelt, öffnet sich für die Senioren/ innen die Möglichkeit sich an ihre eigene Kindheit zu erinnern und/ oder an eigene Kinder, „denn manchmal ist schon ein Lächeln ein Erfolg“.

  • Zum Abschied wird das Lied „Alle Leut…“ gesungen.


Erwachsene sind Vorbild für unsere Kinder. Das funktioniert aber auch umgekehrt: Erwachsene können sich vor allem von jüngeren Kindern etwas abschauen. Es ist besonders wichtig für Menschen mit Demenz auf einer emotionalen Ebene zu kommunizieren. Das gelingt Kindern meist besonders gut. Sie können für Menschen viel Verständnis aufbringen. Vor allem im Kindergartenalter gehen Kinder herzlich und unverkopft auf Menschen mit Demenz zu (Philpp-Metzen)

Laut Statistik liegt der Anteil der der Bevölkerung der über 60-jährigen bei etwa 20 Prozent. Im Jahr 2060 wird jeder dritte Deutsche über 65 sein, jeder siebte 80 oder älter. Mit der Zahl der älter werdenden Bevölkerung wächst auch die Zahl der Menschen mit Demenz. Immer lauter wird gefordert, sie nicht aus dem Leben auszuschließen – sie sollen weiter teilhaben und Zusammenkommen mit jüngeren und/ oder ganz jungen Menschen.

Ziel


Langfristig gesehen lernen Kinder und Senioren/ innen gegenseitig im Umgang miteinander. Allein, so scheint es, rechtfertigt dies die Besuche und gibt ihnen Sinn.

Manchmal ist schon ein Lächeln ein Erfolg“